Mittwoch, 20. Januar 2010

Twiggy und Konfuzius

Heute morgen kamen wieder pünktlich die China Daily News auf mein Handy. Lustig war das Bild vom Wasserski-fahrenden Eichhörnchen namens Twiggy aus Minneapolis (USA), das dort auf einer Boot-Messe auftritt.
 
Sehr interessant war auch die Meldung, warum der Kino-Film "Avatar" hier vorzeitig abgesetzt wird:
 
"Avatar (2D) pulled off screens

Cinemas across China will stop showing the 2D version of the science fiction epic "Avatar" as of Saturday, according to theater operators. The 3D and IMAX versions of the movie will continue their run into February. Insiders believe part of the reason is that most viewers prefer the 3D version and the 2D didn't make much money. With the pullout of the 2D version, other movies scheduled before Spring Festival will gain more room for showing.
"
 
Dazu habe ich gestern auf heute.de das hier gelesen:
 
 

China will Siegeszug von "Avatar" stoppen

James Camerons Film provoziert die Behörden

"Avatar" - Fantasy, Science-Fiction, Sozialkritik: In China hat der Kino-Hit über Unterdrückung und Freiheitskampf eines ganzen Volkes einen Nerv getroffen. Die Staatsführung reagiert: Ab Freitag kann der Film nur noch eingeschränkt gesehen werden.

Trotz des anhaltend starken Besucheransturms dürfen chinesische Kinos die normale Leinwandversion von "Avatar - Aufbruch nach Pandora" nur noch bis Freitag zeigen. Kinos in Peking berichteten am Dienstag, dass lediglich Lichtspieltheater mit 3D-Technologie den bisher erfolgreichsten Film in China weiter zeigen dürften.

Nerv getroffen

Der prämierte Hollywood-Film hat in China einen Nerv getroffen, weil sich viele Chinesen durch die Geschichte über die gewaltsame Vertreibung eines Volkes an das Schicksal ihrer eigenen Familien erinnert fühlen, die zwangsweise ihre Häuser für neue Immobilienprojekte und Modernisierungen verlassen müssen.

Laut Hongkonger Zeitung "Apple Daily" wollen Chinas Propagandabehörden den Siegeszug von "Avatar" stoppen, "weil er die Besucher an Zwangsumsiedlungen denken lässt und möglicherweise Gewalt auslösen könnte". Auch nehme der ausländische Film heimischen Produktionen die Einnahmen weg. Anstelle "Avatar", für den sich immer noch Schlangen vor den Kassen bilden, startet am Samstag die chinesische Produktion "Konfuzius", mit dem traditionelle Werte des Philosophen propagiert werden sollen. Kinos müssen für das Wochenende vorbestellte Karten für "Avatar" erstatten.

Die bekannte chinesische Kolumnistin Hung Huang beschrieb in der Tageszeitung "China Daily", warum sich viele Chinesen mit dem Na'vi-Volk in dem Science-Fiction identifizieren und sprach von einem "sozialen Phänomen". "All die zwangsweisen Umsiedlungen alter Nachbarschaften in China machen uns heute zu den einzigen Erdenbürgern, die wirklich das Leid der Na'vi nachempfinden können." Der berühmte chinesische Blogger Han Han schrieb: "Für Besucher in anderen Ländern ist eine solche brutale Räumung jenseits ihrer Vorstellungskraft. Es kann nur auf einem anderen Planeten oder in China stattfinden."

"Avatar" hatte in der Nacht zum Montag den Golden Globe als bester Film des Jahres gewonnen. Auch wurde sein Regisseur James Cameron von der Vereinigung der Auslandspresse in Hollywood ausgezeichnet.

 
 
 
Wie immer....
 
'Avatar' hat auch hier eingeschlagen wie eine Bombe und jede Menge Geld eingespielt.
 
Aber Twiggy und Konfuzius sind als "Brot und Spiele" sicher besser geeignet.
 
 

Samstag, 16. Januar 2010

60%

60-70% betrug bei uns die Abdeckung der Sonne bei der ringförmigen Sonnenfinsternis am 15. Januar. Es sah ungefähr so aus wie auf dem dritten Bild in der ersten Reihe, nur daß wir keine Wolken vor der Sonne hatten, es war strahlend blauer Himmel und ich habe gerade Junior vom Schulbus abgeholt, als das Licht deutlich weniger wurde. Natürlich hat man mit bloßem Auge nicht gesehen, was von der Sonne fehlt, aber es war ein deutlicher Helligkeitsunterschied auszumachen.
 
60% beträgt auch im Moment hier die relative Luftfeuchte, also richtig trocken! Man merkt das auch daran, daß die Wäsche schneller trocknet, genauso die Haare nach dem Haare-Waschen. Es ist auch wieder wärmer geworden, 18°C hatten wir heute, zu Wochenbeginn soll die 20°C-Marke überschritten werden, allerdings ist es ein kurzes Intermezzo, da bereits nächstes Wochenende die Temperaturen wieder sinken sollen.
 
Wir haben den sonnigen Tag heute genutzt, um die Erdbeer-Selbstpflücker-Saison einzuleiten und waren auf dem Erdbeerfeld, um 2,5kg Erdbeeren zu holen. Diese wurden bereits zum Teil zu Erdbeer-Eis verarbeitet, der Rest wird so gegessen. Wir waren dieses Jahr recht zeitig dran, wir haben die roten Früchte regelrecht suchen müssen, aber bei dem warmen Wetter und Sonnenschein hat es Spaß gemacht. Vor allem Junior hatte wieder Spaß und wußte noch genau, wie es letztes Jahr war.
 

Donnerstag, 14. Januar 2010

Und keiner weiß warum....

Das stand gestern bei heute.de:
 
13.01.2010

Google will sich Chinas Zensur nicht beugen

Konsequenz nach massiven Hacker-Angriffen

Google will sich den Zensurvorgaben Chinas nicht mehr beugen. Effekt: Die chinesische Website und die dortigen Büros könnten geschlossen werden. Menschenrechtler finden das gut. US-Außenministerin Clinton verlangt eine Erklärung von China.
Google droht mit seinem Rückzug aus China. Nach vier Jahren der Selbstzensur will der Internetkonzern das staatlich diktierte Filtern von heiklen Inhalten jetzt beenden. Sollten die Behörden in Peking nicht einlenken und ungefilterte Inhalte zulassen, würde Google sogar einen Abzug aus dem größten und am schnellsten wachsenden Internetmarkt der Welt in Kauf nehmen.
Auslöser der überraschenden Kehrtwende sind nach Angaben von Google massive Hacker-Angriffe aus China, der Diebstahl von Programmdaten sowie die immer stärkere Einschränkung der Meinungsfreiheit in Chinas Internet.
 
[...]
 
"Wir haben entschieden, dass wir nicht länger bereit sind, unsere Suchergebnisse auf Google.cn zu zensieren", schrieb Googles Chefjustiziar David Drummond im Firmenblog. Der Konzern wolle mit den Behörden klären, ob die lokale Suchmaschine ohne Zensur betrieben werden kann. "Wir sind uns bewusst, dass dies bedeuten kann, dass wir die Website Google.cn und möglicherweise auch unsere Büros in China schließen müssen." Die Angriffe, die Überwachung und die Versuche im vergangenen Jahr, die freie Meinungsäußerung weiter zu begrenzen, veranlasse Google, sein China-Geschäft auf den Prüfstand zu stellen. 
 
Bei den Hacker-Angriffen aus China sind laut "Wall Street Journal" wichtige Quellcodes gestohlen worden, mit denen Zugang zu anderen Daten gewonnen und Sicherheitsmängel identifiziert werden können. Google sprach nur vom "Diebstahl geistigen Eigentums" und einem "hoch raffinierten und gezielten Angriff auf unsere Unternehmensstruktur, der aus China kam".
 
[...]
"
 
 
Das ist die Version hier:
 
13.01.2010
Google may exit China
Google said in a blog post Tuesday that it may leave China because of an allegedly sophisticated computer network attack originating there that targeted its e-mail service. "The move was driven by our executives in the US, without the knowledge or involvement of our employees in China." the company said. Google executives declined to discuss in detail their reasons for overturning their China strategy.
 
14.01.2010
Govt seeks info on Google

Xinhua reported Wednesday that China's Internet authorities want more information on Google's statement that it might quit China. An unnamed high-ranking official with the State Council Information Office said, "It is still hard to say whether Google will quit China or not." Google's possible retreat from China has prompted the company's 700 Chinese staffers to fear for their jobs.
 
Aus den China Daily Mobile News
 
Natürlich kein Wort von Zensur, es wird nur schon mal gesagt, daß 700 Arbeitsplätze verloren gehen und natürlich weiß keiner warum....
 
 
 

Dienstag, 12. Januar 2010

Saukalt

Das hab ich eben aus der heute-Internetseite kopiert und kann dem nur recht geben:
 

Schnee in Shanghai

Eine neue Kältewelle zieht über weite Teile Chinas. Dort sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen weiter fallen - im Nordosten zum Beispiel auf mehr als minus 30 Grad. Selbst in Shanghai, wo es nicht einmal Heizungen gibt, schneite es am Montag. Mehrere südliche Provinzen meldeten einen Rekordverbrauch an Energie, weil die Menschen mit Klimaanlagen und Heizgeräten die Wohnungen warm halten. Die Stromversorgung für Industriebetriebe wurde weiter rationiert.

 
 
Es ist verdammt kalt und soll die nächsten Tage noch kälter werden. Wenigstens ist die Sonne bei uns wieder rausgekommen, trotz Januar hat sie ordentlich Kraft. Aber wehe wenn sie mal hinter Wolken versteckt ist, dann rauschen die Temperaturen gleich wieder in den Keller, der hier im Moment bei 8°C liegt. Ohne Heizungen und Isolation ist das gar nicht lustig.
 
Zum Wochenende soll es endlich wieder gegen 19°C gehen, aber auch nur mittags und mit Sonnenschein. Hoffentlich!