Dienstag, 5. Juli 2011

Never Ending Story

Es hat nur eine weitere Woche gedauert, aber nun ist die Klimaanlage im Büro an der Wand und sie kühlt sogar!
 
Es kamen Handwerker von einer anderen Firma, die sich gleich erstmal darüber lustig gemacht haben, daß die Leute von der anderen Firma wohl zuviel Angst hatten.
 
Wie wir inzwischen erfahren hatten, war das Problem nicht der Schlauch selbst, sondern der Anschluß des Schlauches im achten Stock ohne Gerüst. Üblicherweise wird dann ein kleines Gerüst in die Hauswand gedübelt, auf dem der Arbeiter sitzen und alles anschrauben kann. Das läßt aber das Management des Compounds nicht zu, aus gutem Grund, nehme ich an.
 
Also hätte alles frei schwebend installiert werden müssen, was die beiden ersten Handwerker nicht konnten, warum auch immer.
 
Die beiden nächsten Handwerker waren denn auch schon alte Bekannte. Sie waren schon wegen der Klimaanlage im Schlafzimmer öfters hier und haben auch die alte Klimaanlage im Büro mehrfach (erfolglos) repariert.
 
Es ging dann auch recht flott, die Kartons wurden ausgepackt, Schläuche angeschlossen und umwickelt, der Kompressor an seinen Platz gehievt und das Innenteil an die Wand gehängt. Am Ende kam dann das, was die anderen ohne Gerüst nicht hinbekommen hatten: es mußte noch das Loch in der Wand abgedichtet werden, durch das der Schlauch von innen nach außen zum Kompressor verläuft.
 
Dazu kletterte der eine Handwerker mal eben bei uns auf dem Dach über die Brüstung und seilte sich einfach ab. Frei schwingend dichtete er das Loch ab und meinte am Ende auf unsere Bemerkung hin, daß das aber doch ganz schön hoch sei: "ach was, der achte Stock ist nicht hoch, neulich war er im 30. Stock, DAS war hoch!"
 
Nun, ich habe nach wie vor einigen Respekt vor großen Höhen, auch wenn mich die Scheibe im Boden des Macao-Towers auf dreihundertirgendwas Metern Höhe schon ziemlich abgehärtet hat, aber wenn ich bedenke, wie "professionell" der Mann gesichert war, ein Seil ums Geländer gewickelt und ein Gurt um den Körper, dann ist es bereits unterhalb des achten Stocks ziemlich hoch und ziemlich endgültig, wenn es außerplanmäßig abwärts geht.
 
Wie auch immer, er kam gesund wieder nach oben, die Klimaanlage kühlt nun wieder, es scheint alles in Ordnung. Es scheint so, denn noch am gleichen Abend fing die Klimaanlage im Gästezimmer an zu tropfen und mußte gereinigt werden, was wir natürlich selbst gemacht haben, wir wissen warum....
 
 
 
 

Montag, 27. Juni 2011

Das Ende? Nicht ganz!

Wie es schon den alten Römern in Gallien erging, so erging es auch uns mit der Klimaanlage. Ganz Gallien war besiegt? Ganz? Nein, ein kleines Dorf im Nordwesten.... bei uns war es eher eine kleine Klimaanlage im Nordwesten, genauer gesagt im Büro! Die Freude über die neue Klimaanlage im Schlafzimmer währte genau eine Woche, dann fiel die nächste Anlage aus. Sie zischelte und quietschte, dann war Schluß.
 
Das war vor etwa fünf Wochen. Seitdem ist es im Büro immer schön kuschelig warm. Wir haben natürlich gleich unserem Landlord Bescheid gegeben, aber es mußten erst zwei verschiedene "Experten" vorbeikommen und bestätigen, daß die nächste Klimaanlage defekt ist, bevor endlich beschlossen wurde, daß es wirklich so ist und eine neue gekauft werden muß.
 
Das hat noch mal eine Woche gedauert und nun steht seit zwei Wochen eine neue Klimaanlage hinter mir im Büro. Ja, sie steht, sie hängt nicht, da wir schlechtes Wetter hatten und bei Regen werden keine Klimaanlagen an- oder abgebaut. Immerhin ist die alte Anlage recht schnell vor dem Regen abgebaut worden.
 
Es hatte ein paar Tage lang strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel, aber niemand kam. Vielleicht sah das eine Wölkchen am Himmel zu sehr nach Regen aus, oder die zuständige Dame in der Firma hat die erneute Bestellung des Handwerkers schlicht und einfach verpennt.
 
Dann kamen zwei Handwerker, kurz vor dem Sturm. Die beiden schauten sich die Kartons an, schauten sich die Wand an, schauten innen, schauten außen. Sie schraubten nichts und bohrten nichts, sie telefonierten und erzählten was von "geht nicht".
 
Ich fragte nach, was denn nicht ginge, und sie zeigten es mir: Außen an der Hauswand hing noch ein Rest Schlauch von der alten Anlage. Das sei ein Problem, weil so die neue Anlage nicht montiert werden könne. Klingt logisch, aber es wurde auch nichts unternommen, um diesen Schlauchrest aus der Wand zu bekommen. Es wurde viel telefoniert und ein ratloses Gesicht gemacht, später kam noch ein dritter Mann dazu, der auch ein ratloses Gesicht machte und dann sind alle wieder unverrichteter Dinge von dannen gezogen.
 
Männe stieg später mal kurz innen auf die Leiter und stupste den Schlauchrest einfach nach außen aus der Wand. Er hängt jetzt immer noch da, am Rest des Schlauch- und Kabelkanals, aber das Loch ist frei und die Anlage könnte montiert werden. Den Rest außen könnte man vermutlich einfach abziehen, so wie es aussieht.
 
Könnte man, wenn denn jemand da wäre, der es machen könnte. Aber die zuständige Dame in der Firma hat Urlaub, unser Vermieter wollte sich erstmal beschweren gehen, so ging also eine weitere Woche ins Land, ohne, daß sich etwas getan hätte.
 
Bleibt zu hoffen, daß sich bald was tut, die Temperaturen werden draußen jetzt dauerhaft über 30°C steigen, das ist nicht so angenehm hier drinnen. Und hoffentlich bewahrheitet sich nicht Männes Prophezeiung, nämlich daß jetzt eine Anlage nach der anderen ausfallen wird, da die ja alle etwa gleich alt sind und mit drei bis vier Jahren wohl schon ziemlich alt sind....
 
 

Montag, 20. Juni 2011

Schlimmer geht's (n)immer - Teil 10: der große Tag - des Dramas letzter Akt mit Happy End

Teil 10:
 
Endlich! Es ist Ende April 2011. Es ist soweit! Die neue Klimaanlage soll eingebaut werden. Mit Spannung erwarten wir die zehn Uhr, halb elf, niemand kommt. Um dreiviertel rufen wir mal an, ja, es kommt jemand, noch 40 Minuten! Ich hatte schon überlegt, ob heute überhaupt jemand kommt, da es draußen wieder nieselte.
 
Irgendwann zwischen halb zwölf und zwölf kamen dann tatsächlich die Handwerker, diesmal wohl Leute vom Fach, und machten sich ans Werk. Einer kletterte durchs Fenster raus an die Hauswand - gesichert durch ein Seil - und der andere reichte ihm den Kompressor durchs Fenster.
 
Es wurde gebohrt und geschraubt und gezogen und montiert und nach einer guten halben Stunde waren die beiden tatsächlich fertig, und ich habe wieder eine funktionierende Klimaanlage im Schlafzimmer, die sogar auch heizen kann, was wir allerdings nicht mehr brauchen werden, nachdem wir im Sommer zurück nach Deutschland gehen werden.
 
Die beiden Jungs waren wohl die einzigen, die wirklich wußten, was sie tun, sie fragten zum Beispiel auch danach, die Sicherung rauszumachen, bevor sie den Strom an die Anlage anschlossen.
 
Sie haben zwar eine Riesensauerei und jede Menge Müll hinterlassen, aber das habe ich gerne aufgefegt und zur Mülltonne getragen, schließlich habe ich endlich wieder angenehme Temperaturen im Schlafzimmer. Die neue Anlage ist nun deutlich kleiner als die alte, aber sie kühlt!!!
 
Es scheint also, also habe das Drama um die Klimaanlage nun doch ein Happy End gefunden, so daß ich nun endlich schreiben kann:
 
 
- ENDE -
 
 
 
 
 
 

Dienstag, 7. Juni 2011

Schlimmer geht's (n)immer - Teil 9: die neue Anlage kommt, nur der Handwerker nicht

Teil 9:
 
Es ist Freitag, der große Tag. Um zehn Uhr soll die neue Anlage kommen, die Handwerker gleich mit und sie einbauen.
 
Um halb elf ist noch niemand da, ein Anruf sagt: die Anlage wird zwischen zwölf und zwei Uhr geliefert und eingebaut.
 
Kurze Zeit später klingelt das Telefon wieder: die Lieferung erfolgt zwischen zwölf und zwei, der Einbau erst später. Wir legen den Einbautermin auf nachmittags ab fünf Uhr, da ich vorher nicht da bin.
 
Um halb sechs ist noch niemand hier, ich denke mir schon meinen Teil, da klingelt wieder das Telefon: heute kommt niemand mehr, weil es draußen regnet, wir werde auf den nächsten Tag vertröstet, um zehn Uhr soll jemand kommen.
 
Also noch eine Nacht auf dem Boden in Juniors Zimmer, wenigstens er freut sich, daß Mama bei ihm schläft.
 
Fortsetzung folgt....