Donnerstag, 15. April 2010

Ein Engel für einen besonderen Menschen

Ich schick Dir einen Engel
 
Ich schick Dir einen Engel,
der Dich liebt und bei Dir ist,
der Dich behütet und nie vergißt
und der Dich tröstet, wenn Du traurig bist.

Der bei Dir ist in Freud und Leid,
der Dir auch kleine Fehler verzeiht.
Der zu Dir steht, ob Du weinst oder lachst,
aufpaßt, wenn Du Dummheiten machst.

Er fängt den Tag schon mit Dir an,
beschützt Dich auf der Autobahn.
Und wenn Du auf Reisen wirst sein,
bringt er Dich immer wieder sicher heim.

Gehst Du Abends doch zur Ruh,
deckt er Dich mit süßen Träumen zu.
Stärkt Dich in all Deinem Streben,
um einmal Deinen Traum zu leben.

Gesundheit schenkt er Dir als höchstes Gut,
dazu eine große Portion von Mut.
Vor nichts und niemandem Angst zu haben,
Deinen Stolz auch immer zu bewahren.

Und Liebe gibt er Dir, für Dich und zum Verschenken,
hilft Dir, immer positiv zu denken.
Lenkt Deine Wege immer nur vorwärts, nie zurück,
schenkt Dir Frieden und bringt Dir auch Glück.
 
Autor: Jenny
 
 
Paß auf Dich auf, wir denken an Dich!
Wir sind immer für Dich da, egal wo, egal wann, überall, jederzeit!
 

Dienstag, 13. April 2010

Vielleicht hätten wir zwecks Haareschneiden doch auf den Kalender schauen sollen?

Das Jahr des Tigers läßt sich bei uns nicht ganz so gut an, zumindest nicht bei unseren Elektrogeräten. Zuerst habe ich in Thailand meinen angeblich bis 10m Wassertiefe absolut wasserdichten Fotoapparat versenkt, da war das neue Jahr gerade ein paar Tage alt. Dann zickt seit einigen Wochen mein Handy rum, es klingelt manchmal nicht mehr, wenn jemand anruft, die Kamera mag nur nach dreimaliger Aufforderung Fotos machen, die Speicherkarte wird nicht mehr gelesen, und und und. Die Klimaanlagen beginnen nun auch zu spinnen, kühlen dauerhaft, obwohl sie das laut Einstellung gar nicht tun sollten, die Sachen sind mit 1-1,5 Jahren eben auch schon alle alt.... zu alt für hiesige Verhältnisse!
 
Und letzte Woche, mit fünf Bergen Wäsche im Schlafzimmer und Besuchern im Haus, verabschiedet sich unsere doch schon zwölf Jahre alte aus Deutschland mitgebrachte Waschmaschine, die ich ja schon einmal repariert hatte. Dieses Mal vermute ich den Fehler allerdings in der Elektronik, da Pumpe und Motor noch einwandfrei laufen. In Deutschland hätte ich die Steuerplatine tauschen lassen, hier bezweifle ich stark, daß es irgendwo eine Platine für eine zwölf Jahre alte Maschine deutschen Fabrikats gibt.
 
So sind wir schweren Herzens noch am selben Abend losgegangen und haben eine neue Waschmaschine gekauft, ein deutsches Fabrikat mit chinesisch-englischer Beschriftung, ein Ausstellungsstück und Vorjahresmodell, daher recht günstig. Dank Internet habe ich auch eine englische Betriebsanleitung, so daß ich nicht mühevoll jedes Zeichen einzeln übersetzen muß.
 
Nun habe ich auf dem Balkon zwei Waschmaschinen stehen, ich habe es noch nicht übers Herz gebracht, die alte wegzugeben, obwohl ich schon mindestens drei Interessenten dafür habe. Klar, made in Germany ist auch hier ein Begriff, sowohl die Lieferanten der neuen Maschine als auch der Techniker, der die neue Maschine aufgestellt und angeschlossen hat, wollten mir das alte Teil am liebsten gleich abkaufen. Selbst wenn sie nicht zu reparieren ist, dient sie doch als gut gepflegtes Ersatzteillager.
 
Eine Freundin meinte gestern, ich sollte doch versuchen, sie trotzdem reparieren zu lassen, vielleicht mache ich das tatsächlich. Ich meinte schon zu Männe, dann habe ich eben zwei Waschmaschinen und stelle eine nach unserer Rückkehr nach Deutschland bei ebay ein. ;-) Naja, mal abwarten, die neue wäscht ganz gut, die alte steht nicht im Weg, es ist also keine Eile geboten.
 
Aber vielleicht hätten wir die Sache mit dem Haareschneiden um Chinese New Year herum doch ein bißchen ernster nehmen sollen? Allerdings ist ja kein Onkel gestorben, nur ein paar Elektrogeräte haben sich verabschiedet. Dann waren es vermutlich die rote Unterwäsche und die roten Socken, die wir an Chinese New Year nicht getragen haben, weil rote Socken zur schwarzen Hose doch irgendwie albern aussehen. *g*
 

Donnerstag, 8. April 2010

Nebel und Paparazzi

Nun wird es endlich mal wieder Zeit für einen Blog-Eintrag! Seit einer Woche haben wir wieder Besuch, da bleibt wenig Zeit fürs Internet, also leider auch nicht für den Blog, da wir viel unterwegs sind.
 
Das letzte Wochenende haben wir etwas verlängert und ein paar Tage in Guilin und Yangshuo verbracht, um die Reisterrassen und die tollen Berge dort zu sehen. Die Berge haben wir gesehen, die alten Häuser auch, nur die Reisterrassen wollten nicht so wie wir und haben sich im dichten Nebel versteckt. Die konnten wir nur auf Plakaten bewundern. Während der Fahrt dorthin haben wir kleinere Reisterrassen gesehen, aber die "richtigen" blieben verborgen.
 
Auch die Flußfahrt von Guilin nach Yangshuo war von Nebel geprägt, dafür waren wir wegen des Nebels und wegen des Niedrigwassers teilweise allein auf dem Fluß unterwegs, was auch was für sich hatte. Zur Hochsaison sieht man das Wasser kaum vor Ausflugsbooten, nun war es teilweise spiegelglatt. Wir hatten ein kleines Bambusfloß gemietet, das quasi keinen Tiefgang hat, also auch bei 20cm Wassertiefe fahren kann.
 
Negative Erfahrungen durften wir leider wieder mit den verrückten Chinesen machen, die anscheinend noch nie ein blondes Kind gesehen haben. Ständig wurde unser Junior fotografiert, einmal wurden wir sogar regelrecht verfolgt. Dieser Chinese ist uns durch die halbe Stadt nachgegangen und wollte sich immer wieder anschleichen, um Fotos zu machen, hat sich dabei aber mehr als dämlich angestellt. Einmal bin ich auf ihn zu und habe ihm gesagt, wenn er ein Foto will, dann soll er gefälligst dafür bezahlen, ich hatte echt die Faxen dicke. 
 
Als er dann noch einmal so richtig aufdringlich wurde, haben wir ihn mit einem kleinen Sprint verjagt und ein Stück durch die Stadt verfolgt, ich schätze mal, der rennt immer noch! Wirklich erwischen wollten wir ihn ja eh nicht, aber er hat die Beine in die Hand genommen und gemacht, daß er davon kam. Die umstehenden Passanten dachten vermutlich, wir jagen einen Taschendieb. Junior hat dann die Kapuze aufgesetzt und hatte etwas Ruhe. So extrem wie in Yangshuo haben wir die Fotografiererei schon lange nicht mehr erlebt.
 
Insgesamt war es aber ein schöner Miniurlaub, den wir im Oktober wiederholen werden, mit dem nächsten Besuch und hoffentlich schönerem Wetter, wir freuen uns drauf!
 

Montag, 29. März 2010

Hunde an der Ampel und es gibt Leben in dieser Stadt!

Als ich heute in die Stadt zu einem Treffen gefahren bin, gab es wie immer viele rote Ampeln auf dem Weg.
An roten Ampeln ist es hier üblich, daß Straßenhändler um die Autos laufen und irgendwelchen Krimskrams verkaufen, von Lenkradschonern über Handyladegeräte bis hin zu duftenden Blumen für den Rückspiegel. Heute habe ich etwas gesehen, was ich bisher noch nicht erlebt habe: Ein Mann lief zwischen den Autos hindurch mit einem kleinen Hundewelpen auf der Hand und hat diesen zum Verkauf angeboten. Ich nehme an, er hatte noch mehr irgendwo am Straßenrand oder sonstwo. Der kleine war sicher noch keine zwölf Wochen alt.
 
So ist das hier, China ist ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Alles ist möglich, solange der Preis stimmt. Wenn einer Geld damit machen kann, Hundewelpen an der Ampel zu verkaufen, dann tut er das. In welchem Zustand der Welpe ist, ist natürlich fraglich, aber sobald der Hund verkauft ist, ist das ja nicht mehr sein Problem. Und der Händler wird vermutlich eher nicht noch einmal an dieser Ampel Hunde verkaufen, wenn er denn heute einen dort verkauft hat.
 
Aber es gibt auch positives zu berichten, jedenfalls aus Expat-Sicht: ENDLICH hat ein Starbucks den Weg hier in die Stadt gefunden! Heute bin ich an dem Laden vorbeigekommen, wo er einziehen wird, mit einem riesigen Plakat davor: Opening soon! We look forward to serving you amazing coffee, we just have a few things to take care of first. Pardon our mess! Endlich müssen wir nicht mehr nach Macao oder Hong Kong gehen, um mal einen guten Kaffee oder eine gute heiße Schokolade zu trinken! Es gibt also doch Leben in dieser Stadt, man darf die Hoffnung nie aufgeben! ;-)